HR011 Wie die Skythen nach Hamburg kamen

 

Das Hafenradio trifft im Archäologischen Museum Hamburg den ehemaligen Direktor des Hauses Dr. Ralf Busch. Das “Gold der Skythen” – für Christoph und Michael ist es eine Reise in ihre studentische Vergangenheit, für unsere Zuhörer wird es ein besonders interessanter Ausflug in die eurasische Vergangenheit und wie es dazu kam, dass ein kleines Museum es schaffte, eine der ganz großen archäologischen Ausstellungen in Deutschland zu realisieren. Um das zu erreichen war es nötig, die Politik bis hin zum damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl zu aktivieren.

Katalog "Gold der Skythen" zur Ausstellung von 1993

Das Gold der Skythen

Dann geht die Reise weiter zurück in das Studentenleben der Nachwuchsarchäologen in den 1960er Jahren in Göttingen, Hamburg und Wien. Der Spannungsboden reicht vom so genannten “Schleswiger Kreis” über das Römisch-Germanische-Zentralmuseum bis hin zur Zeitschrift “Mannus”. Die hoch politischen Themen jener Zeit, die bestimmt auch heute wieder sehr aktuell sind, können wir aber nur relativ kurz anreißen – somit bleibt das Thema einer immer wieder durch unterschiedliche Ideologien beeinflussten Archäologie mit einem großen Ausrufezeichen auf unserer Themenliste.

Dr. Ralf Busch 2016 im Archäologischen Museum Hamburg - Gold der Skythen und Studieren in den 60er Jahren

Dr. Ralf Busch 2016 im Archäologischen Museum Hamburg

 

Prof. Dr. Ralf Busch wurde 1942 in Berlin geboren, 1945 kam er im Zuge der Kriegsereignisse nach Celle. Er studierte von 1965 bis 1974 an der Georg-August-Universität Göttingen die Fächer Ur- und Frühgeschichte, Kunstgeschichte und Deutsche Volkskunde und Anthropologie, während dieser Zeit verbrachte er zwei Semester an der Universität Wien. 1967 wurde er ehrenamtlicher Archivar und Ortheimatpfleger in Bovenden,  1970 freier Mitarbeiter des Städtischen Museum Göttingen, wo er die Schausammlung  der Ur- und Frühgeschichte Sammlung neu aufbaute.  Im Juli 1971 wurde Busch zum Bodendenkmalpfleger des Landkreises Göttingen ernannt. Im Dezember  1973 erfolgte seine Promotion, ab Januar 1974 war er als Kustos, dann Oberkustos der Abteilung Archäologie am Braunschweiger Landesmuseum tätig. 1987 wurde Prof. Busch Direktor des Hamburger Museums für Archäologie – Helms-Museums, welches er bis 2001 geleitet hat. Anschließend übernahm Herr Busch eine leitende Funktion in der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg. Seit dem Eintritt  in den Ruhestand betreut Herr Prof. Busch im Bomann-Museum Celle die Gemäldesammlung sowie zeichnet verantwortlich für verschiedene Ausstellungsprojekte.

 

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Christoph Haffner

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