HR020 Das Pferdchen von Freisen

 

Christoph hat sich zusammen mit seinem Vater Alfred Haffner zu Weihnachten wieder etwas Zeit genommen, um eine neue Folge Hafenpodcast aufzunehmen.

Diesmal steht ein kleines keltisches Bronzepferdchen aus Freisen im Saarland im Mittelpunkt. Anlass ist das Weihnachtsgeschenk für die Enkeltochter und die dahinterstehende kleine Geschichte um ein gemeinsames Spiel, bei dem eine Ausstellung ganz so wie im Museum gemacht wurde.

Das Pferdchen aus Bronze ist der einzige bekannte Originalfund eines keltischen Wagengrabes, das in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Freisen entdeckt und “ausgegraben” wurde – allerdings nicht unbedingt im Sinne einer wissenschaftlichen Untersuchung. Dennoch ist ein Bericht überliefert, der einige Informationen zu den Funden und den Fundumständen enthält. Wissenschaftlich bearbeitet wurde der Fund bereits in den 30er Jahren durch Wolfgang Dehn und dann auch in der Dissertation von Alfred Haffner, allerdings konnten bislang keine genauen Aussagen zur Funktion und Bedeutung des Pferdchens gemacht werden. Nun ist aber kürzlich in Baden Württemberg ein vergleichbarer Fund aufgetaucht, der vielleicht helfen kann das Pferdchen von Freisen besser zu interpretieren. Die Geschichte bleibt also spannend!

Replik des Bronzepferdchens von Freisen

Replik des Bronzepferdchens von Freisen

Herausgekommen ist eine sehr persönliche Hafenpodcast-Episode.

 

Abbildung des Originalfundes in der Zeitschrift "Germania" von 1936

Abbildung des Originalfundes in der Zeitschrift “Germania” von 1936

 

 

Alfred Haffner in den 1960er Jahren

Alfred Haffner in den 1960er Jahren

Alfred hat Ur- und Frühgeschichte in Hamburg, München und Saarbrücken studiert. 1966 war er als wiss. Mitarbeiter am Institut für Vor-und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie an der Universität des Saarlandes, von 1967 – 1983 als Kustos am Rheinischen Landesmuseum Trier und zuletzt von 1983 – 2003 als Professor am Institut für Ur-und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel tätig.

 

 

 

 

Links zu den Themen

Freisen,  Kelten, Germania (Archäologische Zeitschrift), Plastik des Bronzepferdchens in Freisen, Keltisches Fürstengrab Eberdingen-Hochdorf – Kleine Pferdestatuetten auf dem Joch (Web-Site von 1997), Sonderausstellung Keltenmuseum Heuneburg „Der Unlinger Reiter: Kelten, Pferde, Wagenlenker“, Dr. Dirk Krause, Landesarchäologe von Baden-Württemberg

 

 

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Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Eine kleine Korrektur: An einer Stelle in dieser Episode wird Dirk Krauße als “Landesarchäologe von Birkenfeld” betitelt – das ist so natürlich nicht ganz korrekt, die Wahrheit ist, das er Landesarchäologe in Baden Württemberg ist.

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  2. Und noch ein Punkt, den wir erst nach der Aufzeichnung des Podcasts recherchieren konnten: Von Martin Thoma haben wir auf Anfrage erfahren, dass die 2016 entdeckte Pferdestatuette von Unlingen nicht von Leif Hansen, wie im Podcast behauptet, sondern von Martin Thomas Team im Zuge einer Notgrabung entdeckt worden ist. Ausgräber vor Ort war Jan König.

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